5 Gründe, nicht bogenzuschießen

Warum Sie sich vom Bogenschießen fernhalten sollten.

Suchtgefahr

Bogenschießen macht süchtig, und zwar schnell. Spätestens wenn der erste Pfeil im Zehnerring sitzt, stellt sich bei gefährdeten Novizinnen und Novizen der unvermeidliche Zwang ein, diesen Erfolg wiederholen zu müssen. Damit beginnt ein Circulus vitiosus, dem niemand entrinnnt, und noch lange bevor die angehenden Bogenschütz:innen an einer sauberen Form und Technik zu arbeiten beginnen, haben sie bereits die tiefen Abgründe des Bogensports in Gestalt von Scheibenpanik und anderer ungünstiger Phänomene kennengelernt. Erst wenn sie sich von ihrem „Zehnerzwang“ befreit haben, kann das eigentliche Training beginnen. Die Bogensport-Sucht bleibt davon natürlich unberührt.

Der Zeitfaktor

Wer glücklich verheiratet oder liiert ist, womöglich Kinder hat und zugleich dem Bogensport verfallen ist, für den oder die sieht es in Bezug auf den Haussegen finster aus. Bogenschießen bedeutet die allmähliche Perfektionierung eines Bewegungsablaufs und wer denkt, dass ließe sich mit 100 Pfeilen in der Woche bewerkstelligen, der irrt gewaltig.

Frau schimpft Mann. Bild: KI-generiert

Im Idealfall trainiert ein engagierter (Amateur-)Bogenschütze (gilt auch für die Damen) fünfmal pro Woche, wobei 120 geschossene Pfeile pro Training das absolute Minimum darstellen.

Wer also beabsichtigt, beim Bogenschießen besser zu werden oder gar einen kleinen Wettkampf zu gewinnen, der kann sich von seinen bisherigen Hobbys und schlechtestenfalls auch von seiner lieben Frau nachhaltig verabschieden.

Die Kosten

Bogenschießen ist ein Verschleißsport: Nocken brechen in Serie, Pfeile werden verschossen, Federn zerzaust, Sehnen nützen sich ab, Zielscheiben und Auflagen zerbröseln – alle diese Dinge müssen laufend ersetzt oder erneuert werden. Hinzu kommt, dass insbesondere männliche Bogenschützen dazu neigen, das Zuggewicht ihrer Wurfarme stetig zu erhöhen. Das bedeutet zusätzliche Ausgaben für die Wurfarme an sich, aber auch für neue Pfeile, da bei einer Veränderung des Zuggewichts bekanntlich auch der dynamische Spine angepasst werden muss.
Als wäre das nicht genug, tauchen in regelmäßigen Abständen neue – zumeist völlig unnötige – Gadgets auf dem Markt auf, die man „unbedingt“ getestet haben muss, wenn man mitreden möchte.

5 Gründe, nicht bogenzuschießen, Bild: KI-generiert

Und zu guter Letzt sind da noch die unterschiedlichen Bogenklassen, denen gegenüber sich interessierte Bogenschütz:innen im Normalfall höchst aufgeschlossen zeigen. Neben dem eigenen Olympic Recurve braucht es natürlich auch einen traditionellen Langbogen ebenso wie einen kurz gestellten Jagd-Recurve. Wer dann auch noch auf die ruhmreiche Idee kommt, einen Compound-Bogen anzuschaffen, dem oder der ist leider wirklich nicht mehr zu helfen – in finanzieller Hinsicht zumindest.

Der Sisyphos-Effekt

In der Sekunde, in welcher der aufstrebende Bogenschütze meint, er hätte eines der vielen technischen Probleme des Bogensports gemeistert und wäre sportlich besser geworden, schlittert er zuverlässig in die nächste Krise hinein. War eben noch die Bogenschulter das dominierende Arbeitsthema, so ist es auf einmal das Lösen. Dann die Ankerposition, dann der Druckpunkt, dann der Stand, dann wieder die Bogenschulter und so weiter. Es hört einfach nie auf! (Das einzig Tröstliche: Alle Schütz:innen hadern mit denselben Problemen, egal auf welchem Niveau.)

5 Gründe, nicht bogenzuschießen; Bild: KI-generiert

An diesem KI-generierten Bogenschützen lassen sich grundlegende Fehler in der Schießtechnik plastisch veranschaulichen.

Der mentale Aspekt

Bogenschießen macht wahnsinnig. Ein infizierter Bogenschütze wird irgendwann damit beginnen, unterschiedlichste Alltagsentfernungen im Stillen abzuschätzen und sich mit zunehmender Häufigkeit fragen, ob diverse Objekte seiner unmittelbaren Umgebung mit Pfeil und Bogen zu treffen wären – theoretisch freilich nur. Das können Verkehrsschilder sein, dünne Baumstämme, runde Hängelampen oder vom Wind durch die Luft gewirbelte Dinge, wie Zeitungsseiten oder Einkaufstaschen. Diese „Schübe“ treten in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität auf. Sie stellen glücklicherweise keine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Bleibt der oder die fidele Bogenschütz:in wider Erwarten von diesem häufig auftretenden Schätz- und Spekulationszwang verschont, prägt er oder sie verlässlich eine vergleichbare Neurose aus.

Fazit

Wenn Sie diese fünf Gründe nicht davon abhalten können, mit dem Bogenschießen zu beginnen, dann sind Sie entweder nicht zu retten oder haben Ihre Entscheidung längst getroffen. Gehen Sie, wenn Sie meinen, durch diese Tür, aber behaupten Sie nachher nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt. Und bedenken Sie: Wir warten bereits im nächsten Raum auf Sie.

Samick Sage Take Down Recurve Griffstück

„Vorwort“

Wenn es um das Erlernen des Bogenschießens geht, ist die Auswahl des richtigen Bogens von entscheidender Bedeutung. Anfänger sollten einen Bogen mit geringem Zuggewicht wählen, der leicht zu handhaben ist, eine gute Performance bietet und sich für das Training und die Entwicklung der technischen Fähigkeiten eignet.

Um die Auswahl zu erleichtern, werden wir in diesem Artikel die (in unseren Augen!) 6 besten Bögen für Anfänger in der Kategorie „Holz und Aluminium“ vorstellen und vor den Vorhang holen. Wir haben uns jeweils für Take-Down-Modelle (mit abnehm- und austauschbaren Wurfarmen) entschieden, was gerade zu Beginn der Bogensportkarriere, wo Wurfarme häufiger gewechselt werden, Sinn macht.

Bögen für Anfänger: Holzbögen

  1. Samick Sage Take Down Recurve: Der „Samick Sage Take Down Recurve“-Bogen gilt als einer der besten Holzbögen für Anfänger. Sein Take-Down-Design ermöglicht eine einfache Demontage (per Drehrad) und eine platzsparende Lagerung.
    Samick Sage Take Down Recurve
    Der Bogen besteht aus robustem Ahornholz, sieht äußerst hübsch aus und besitzt eine beeindruckende Haltbarkeit. Mit seinem Zuggewichtsspektrum von 25 bis 60 Pfund, jeweils in 5-Pfund-Schritten, bietet er eine breite Palette für Anfänger, die ihre Technik parallel zu ihrer Muskulatur trainieren möchten. Die Vielseitigkeit und Qualität machen den Samick Sage zu einer erstklassigen Wahl für Neueinsteiger.
  2. Ragim Matrix Evo
    Der Ragim Matrix Evo ist ein weiterer herausragender Holzbogen. Hergestellt aus hochwertigem Ahornholz und glasfaserverstärkten Wurfarmen, bietet er eine optimale Kombination aus Kraft und Stabilität.
    Für Anfänger: Ragim Matrix Evo Bogen
    Das ansprechende Design und die präzise Verarbeitung machen ihn nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend. Die Matrix Evo eignet sich besonders gut für Anfänger, die nach einem zuverlässigen Bogen mit exzellenter Schussleistung suchen.
  3. Core Verve Take Down Recurve
    Der „Core Verve Take Down Recurve-Bogen“ ist bekannt für seine Benutzerfreundlichkeit und Präzision.
    Für Anfänger: Core Verve HolzgriffstueckFür Anfänger: Core Verve Wurfarme
    Mit einem ergonomischen Griff und einem breiten Spektrum an Zuggewichten (von 20 bis 40 Pfund) bietet er Anfängern die Möglichkeit, ihre Technik schrittweise zu verbessern. Die hochwertige Verarbeitung und das erschwingliche Preis-Leistungs-Verhältnis machen den Core Verve zu einer ausgezeichneten Wahl für Einsteiger.

Bögen für Anfänger: Alu-Griffstücke mit Fiberglas- oder Karbonwurfarmen

  1. Sébastien Flute Neo
    Das Sébastien-Flute-Neo Aluminium-Mittelstück mit Karbonwurfarmen zeichnet sich durch seine innovative Konstruktion aus.
    Für Anfänger: Sébastien Flute Neo BogenFür Anfänger: Sébastien Flute Neo Mittelstück
    Das Aluminium-Mittelstück sorgt für Stabilität und Haltbarkeit, während die Karbonwurfarme eine beeindruckende Geschwindigkeit und Genauigkeit bieten. Die einstellbare Zuggewichtsoption macht ihn ideal für Anfänger, die ihre Fähigkeiten verbessern möchten.
  2. Epic Fusion Ex
    Der Epic Fusion Ex ist für Anfänger konzipiert, die nach einem Aluminium-Mittelstück mit beeindruckender Leistung suchen.
    Epic Mittelstueck Fusion EX silber
    Die Kombination aus Aluminium und Karbon verleiht dem Bogen ein ideales Gleichgewicht zwischen Gewicht und Stärke. Die präzise Verarbeitung und die fortschrittliche Technologie machen den Epic Fusion Ex zu einer ausgezeichneten Wahl für Einsteiger.
  3. Kinetic Lancer V2
    Mit einem Aluminium-Mittelstück und Karbonwurfarmen bietet der Kinetic Lancer V2 eine hervorragende Kombination aus Stabilität und Flexibilität.
    Kinetic Archery Lancer V2
    Das leichte Design ermöglicht eine mühelose Handhabung, während die einstellbaren Zuggewichte Anfängern eine individuelle Anpassung ermöglichen. Der Kinetic Lancer V2 ist eine Investition in Präzision und Komfort für Bogensport-Neulinge.

Rangliste und Preise (inkl. Wurfarme)

Die folgende „Ranglisten-Tabelle“ bietet einen zusammenfassenden Überblick über die aus unserer Sicht besten Holz- und Aluminiumbögen für Anfänger, basierend auf Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Preis.

Rang Modell Preis (Richtwerte)
1 Sébastein Flute Neo 240 € – 275 €
2 Kinetic Lancer V2 225 € – 250 €
3 Epic Fusion EX 185 €
4 Samick Sage Take Down Recurve 125 €
5 Ragim Matrix Evo 75 € – 95 €
6 Core Verve Take Down Recurve 75 € – 89 €

Die Preise variieren je nach Ausstattung (Griffstücklänge, Wurfarmausführung), daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf über aktuelle Angebote zu informieren.


Links:
Samick Sports
Sébastien Flute
Epic Archery

Scheibenauflage spricht: Bitte nicht schießen

Scheibenauflagen – ein grundlegender Überblick

Scheibenauflagen gehören zu den unbedanktesten Ausrüstungsbestandteilen beim Bogenschießen. Sie werden durchbohrt, zerschossen, zerfetzt und noch mehr. Zugleich zählen sie aber auch zu den wichtigsten Utensilien im Bogenport. Kein Turnier wäre ohne sie denkbar und auch kein Scoring während des Trainings. Im Folgenden liefern wir einen kompakten Überblick über sämtliche WA-Auflagenformate (WA = World Archery), auf welchen Distanzen sie verwendet und mit welchen Bögen sie beschossen werden.

Scheibenauflagen Outdoor

Im Outdoor-Bereich gibt es vier gängige Zielauflagenformate:

  • Die 122-cm-Auflage mit einem Durchmesser von 122 cm (Goldbereich: 24,4 cm,  10er-Ring: 12,2 cm, X-Ring: 6,1 cm)
  • Die 80-cm-Auflage mit einem Durchmesser von 80 cm (Goldbereich: 16 cm,  10er-Ring: 8 cm, X-Ring: 4 cm)
  • Die 80-cm-Auflage mit 6 Ringen (für Mehrfachaufstellungen mit den Trefferzonen 5-10): Die Ringe haben die gleichen Abmessungen wie die 80-cm-Zielscheibenauflagen, jedoch ohne die Wertungszonen 1 bis 4. Die niedrigste Wertungszone ist die hellblaue 5.
  • Die sogenannte Hit/Miss-Auflage, die bei der Akademischen Runde auf 70 m zum Einsatz kommt
122er Scheibenauflage

122er-Scheibenauflage, Distanz: 70 oder 90 m (Outdoor)

Scheibenauflagen Indoor

Im Indoor-Bereich unterscheiden wir zwischen 10 (!) Auflagenformaten:

„60er“-Scheibenauflage

Der Goldbereich der 60er-Scheibenauflage hat einen Durchmesser von 12 cm, der 10er-Ring für Recurve 6 cm, der 10er-Ring für Compound 3 cm. Folgende Kombinationen sind möglich:

  • 60er-Auflage mit 60 cm Durchmesser
  • Dreieckige 60cm-Dreifach-Auflage
  • Vertikale Dreifach-Auflage mit 60 cm Durchmesser;

„40er“-Scheibenauflage

Der Goldbereich der 40er-Scheibenauflage hat einen Durchmesser von 8 cm, 10er-Ring für Recurve 4 cm, der 10er-Ring für Compound 2 cm. Folgende Kombinationen sind möglich:

  • Auflage mit 40 cm Durchmesser
  • Die dreieckige Dreifach-Auflage mit 40 cm Durchmesser
  • Die vertikale Dreifach-Auflage mit 40 cm Durchmesser
Zielscheibenauflage

40-cm-Auflage „voll“

Auch von der 40-cm-Scheibenauflage gibt es eine kleinere Variante. Die Abmessungen der Ringe bleiben zwar gleich, allerdings werden die Wertungszonen 1 bis 5 entfernt. Die niedrigste Wertungszone ist somit die hellblaue 6. Zu dieser „Auflagenfamilie“ zählen die folgenden Formate:

    • Die dreieckige Dreifach-Auflage mit 6-Ringen 40cm für Compound
    • Die dreieckige Dreifach-Auflage mit 6-Ringen 40cm für Recurve
    Triangle 40-cm-Scheibenauflage Las Vegas

    Dreieckige Dreifach-Auflage mit 6-Ringen 40cm kombiniert. „Las Vegas“-Auflage oder „Zugspitzensignal“

      • Die vertikale Dreifach-Auflage mit 6-Ringen 40cm für Recurve
      • Die vertikale Dreifach-Auflage mit 6-Ringen 40cm für Compound
    Vertikale Zielscheibenauflagen

    Vertikale Zielscheibenauflage, links für Recurve, rechts für Compound

    Tabellarische Zusammenfassung


    Links:
    Scheibenauflagen kaufen

Archers Delight präsentiert: Die besten Bogenschützen aller Zeiten

Bogenschießen ist eine faszinierende Kunst, die sich im Laufe vieler Jahrhunderte entwickelt hat. Von antiken Kriegern bis hin zu den modernen Olympioniken sticht eine Handvoll BogenschützInnen aus der Masse hervor. Ihnen und ihren beeindruckenden Leistungen, die sie zu den besten BogenschützInnen aller Zeiten machen, ist dieser Beitrag gewidmet.

  1. Robin Hood – Die Legende des Sherwood Forest
    Robin Hood, die fiktive Legende, steht an erster Stelle. Seine Geschichten sind weltbekannt, und seine Treffsicherheit mit dem Bogen ist legendär. Obwohl Robin Hood eine fiktionale Figur ist, haben die Geschichten um ihn den Bogen als Symbol für Präzision und Gerechtigkeit geprägt.

    Robin Hood Holzschnitt

    Robin Hood – Holzschnitt 17. Jh.

  2. Maurice Thompson – Der Pionier des modernen Bogensports
    Im 19. Jahrhundert trug Maurice Thompson maßgeblich zur Modernisierung des Bogenschießens bei. Sein Buch „The Witchery of Archery“ inspirierte Generationen von Bogenschützen war maßgeblich dafür verantwortlich, das sich der Bogensport als Freizeit- und Wettkampfaktivität etablieren konnte.

    Die besten Bogenschützen aller Zeiten – Maurice Thompson

    Maurice Thompson (1844 – 1901)

  3. Howard Hill – Der vielseitige Meister
    Howard Hill gilt als einer der vielseitigsten Bogenschützen aller Zeiten. In den 1930er-Jahren war er nicht nur im Bogenschießen, sondern auch im Filmgeschäft aktiv. So koordinierte er beispielsweise alle Schießszenen im Filmklassiker „Robin Hood, König der Vagabunden“ mit Errol Flynn aus dem Jahr 1938. Seine Treffsicherheit und Präzision beeindruckten sowohl auf der Leinwand als auch bei zahlreichen Wettkämpfen.

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  4. Ki Bo Bae – Die moderne Olympiasiegerin
    Der Bogensport hat auch in der modernen Ära herausragende Athleten hervorgebracht. Ki Bo Bae aus Südkorea ist eine solche Ausnahmeathletin. Sie gewann Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 und ist bekannt für ihre konstante Treffsicherheit auf absolutem Weltklasse-Niveau.

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  5. Brady Ellison – Der US-amerikanische Rekordhalter
    Brady Ellison ist einer der herausragenden Bogenschützen der Gegenwart. Mit zahlreichen Weltmeisterschaftstiteln und Olympia-Medaillen ist er bekannt für seine außergewöhnliche Technik und Konstanz auf höchstem Niveau.

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  6. Lars Andersen – Der Meister der historischen Techniken
    Lars Andersen hat sich einen Namen gemacht, indem er historische Bogenschießtechniken wiederbelebt hat. Seine beeindruckenden Videos zeigen, dass Bogenschießen nicht nur eine Sportart, sondern auch eine Kunstform sein kann.

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Fazit – die besten Bogenschützen aller Zeiten

Die besten Bogenschützen aller Zeiten haben den Bogensport durch ihre einzigartigen Fähigkeiten und Beiträge geprägt. Von den Legenden der Vergangenheit bis zu den modernen Olympioniken haben diese Athleten die Faszination für das Bogenschießen aufrechterhalten. Egal ob in Legenden, Büchern oder auf der olympischen Bühne – die Kunst des Bogenschießens bleibt zeitlos und inspirierend.

Titelbild Pfeile

Wie du die richtigen Pfeile für deinen Bogen aussuchst und worauf du dabei achten musst.

Pfeile gehören zu den entscheidenden Elementen der Bogen­sport­aus­rüs­tung und können in ihrer Bedeutung kaum überschätzt werden. Der beste und teuerste Bogen der Welt ist nutzlos, solange nicht korrekt abgestimmte Pfeile mit ihm geschossen werden. Im Folgenden werden wir uns genauer mit den verschiedenen Aspekten auseinandersetzen, die bei der Auswahl der passenden Pfeile zu beachten sind – von den unterschiedlichen Schaftmaterialien und -durchmessern über die Befiederung bis hin zu ihrem Gewicht.

Unterschiedliche Pfeile

Pfeile mit unterschiedlicher Befiederung (v. oben nach unten): Naturfedern, Plastik-Vanes und Spin-Wings

Woraus bestehen Pfeile?

Pfeile zum Bogenschießen bestehen immer aus 4 Komponenten, von denen jede einzelne einen Einfluss auf den Flug des Pfeils haben kann.

      1. Schaft:
        Er ist sozusagen der Körper des Pfeils und kann je nach Bauart und Material mehr oder weniger steif sein.
      2. Nocke:
        Sie besteht in der Regel aus Kunststoff und sitzt am hinteren Ende des Pfeils. Bei Holzpfeilen wird die Nocke manchmal auch von Hand in den Schaft gesägt und ausgeschliffen. Nocken braucht man, um den Pfeil vor dem Schießen an der Bogensehne zu befestigen („einzunocken“).
      3. Befiederung:
        Sie kann entweder aus der Natur stammen (zumeist vom Truthahn), aber auch aus Kunststoff sein. Compound-Schützen verwenden für die 50-m-Outdoor-Distanz in der Regel sogenannte Plastik-Vanes, während Olympic-Recurve-Schützen tendenziell zu den ultraleichten „Spin Wings“ greifen. „Spin Wings“ sorgen aufgrund ihrer gekrümmten Bauart für eine Rotation des Pfeiles in der Luft, was zu einem stabilerem Flugverhalten auf den weiten Distanzen führt. Allgemein dient die Befiederung eines Pfeils seiner Stabilisierung. Längere Federn stabiliseren den Pfeil schneller, haben aber einen höheren Luftwiederstand, weshalb sie grundsätzlich auf kürzeren Outdoor-Distanzen und im Indoor-Bereich geschossen werden.
      4. Spitze:
        Spitzen werden (hoffentlich) am vorderen des Pfeiles eingeklebt oder eingeschraubt, können unterschiedliche Formen (Bullet, Pin Point, Apex) haben und aus verschiedenen Materialien (Stahl, gehärteter Werkzeugstahl, Wolfram) hergestellt sein. Natürlich gibt es sie auch mit unterschiedlichem Gewicht, das beim Bogenschießen in der Einheit „Grain“ (1 Grain = 0,0647989 Gramm) angegeben wird.

        TopHat-Spitzen

        Diverse Spitzenformen und -typen von TopHat-Archery

Schaftmaterialien

Pfeile aus Holz

Holzpfeile werden in der Regel aus Fichten- oder Zedernholz hergestellt und von traditionellen (insbesondere Langbogen-) Schützen verwendet. Da Holz ein „arbeitendes“ Naturmaterial ist, bietet es nicht dieselbe Präzision wie etwa Karbon oder auch Aluminium. Durchbiegeverhalten und Geradheit sind nicht konstant, sondern ändern sich laufend mit der Temperatur und oder Witterung. Außerdem benötigt Holz in Pfeilform einen relativ großen Mindestdurchmesser, um beim Schuss nicht zu zerbrechen, was sich negativ auf den Luftwiderstand auswirkt. Olympic-Recurve-, Compound-, aber auch Barebow-Schützen fangen daher nicht viel bis gar nichts mit Holzpfeilen an. Dafür sind sie günstig und bereits ab etwa 2 € pro Stück erhältlich.

Pfeile aus Aluminium

Der Aluminiumpfeil ist leicht, langlebig und im Vergleich zum Karbonpfeil überaus preiswert. Er verfügt über ein anderes Kategorisierungssystem, das hin und wieder für Verwirrung sorgt, aber leicht zu entschlüsseln ist.

Easton Aluminiumpfeile RX-7 und Co

Was bedeuten die Hieroglyphen auf dem Aluminiumpfeil?

Nehmen wir als Beispiel den RX-7-Aluminium-Schaft von EASTON mit dem Spine-Wert 23-420. (Mit welchem Verfahren der Spine-Wert ermittelt wird, besprechen wir etwas weiter unten.) Die ersten beiden Ziffern (hier die 23) stehen für den Außendurchmesser des Pfeils, gemessen in 1/64 Zoll. Die Zahl 420 bezeichnet den Durchbiegungswert (Spine) in 1/1000 Zoll. Ein weiteres Ziffernpaar (beim RX-7 etwa 15) steht für die jeweilige Wandstärke in 1/1000 Zoll gemessen.

Der natürliche Feind des Aluminiumpfeils ist die Stramitscheibe. Schlägt er dort in einem ungünstigen Winkel ein, kann es sein, dass er sich aufgrund der Härte des Stramits verbiegt. Heutzutage werden Alu-Pfeile größeren Durchmessers gerne während der Hallensaison auf die 18-m-Distanz und in Kombination mit 4″-Federn verwendet. Sie fliegen wunderbar, stabilisieren sich durch die großen Federn schnell in der Luft und schauen noch dazu gut aus.

Pfeile aus Karbon

Der Karbonpfeil fliegt genauso gut wie der aus Aluminium, allerdings ist er robuster und erheblich stabiler gebaut. Es gibt ihn in großen und kleinen Durchmessern sowie in allen Spineklassen. Dünne Karbonpfeile werden grundsätzlich auf die größeren Distanzen bis 70 m mit kurzen Vanes oder Spin Wings geschossen. Vorsicht: Ist ein Karbonpfeil einmal beschädigt (ein kleiner Riss oder ein sichtbarer Karbonfaden genügt), empfiehlt es sich, ihn zu ersetzen, da der Pfeil irgendwann zersplittern wird, was wiederum zu unschönen Verletzungen führen kann.

Karbonpfeil Skylon-Preminens

Skylon Premines – Premium-Karbonpfeil mit Mikrodurchmesser

Pfeile aus Aluminium und Karbon

Beim Aluminium-Karbon-Pfeil kommt das Beste aus den beiden Materialwelten zusammen. Der Kern dieser Pfeile besteht aus Aluminium und wird zusätzlich von einer Schicht aus Karbon ummantelt. Aus aerodynamischen Gründen ist er in der Mitte etwas dicker gebaut als vorne und hinten (Barrelform), d. h. man muss beim Schneiden vorsichtig sein. Die Schäfte dürfen nur von vorne und in einem bestimmten Ausmaß beschnitten werden. Durch die besondere Bauart entsteht ein schneller, etwas schwerer, aber immer noch leichter Pfeil mit hoher Steifigkeit, der auch bei windigen Verhältnissen stabil in der Luft liegt. Apropos liegen: Preislich liegen Aluminium-Karbon-Pfeile an der Weltspitze, wovon A/C/E- und X10-Schütz*innen (rund 45 € pro Schaft!) ein Klagelied singen können.

Der Spine-Wert und wie er gemessen wird

Der Durchbiegungs- oder Spinewert eines Pfeiles wird durch ein standardisiertes Verfahren ermittelt: Dabei wird ein 29″ langer Pfeilschaft auf zwei Auflagepunkten positioniert, die einen Abstand von exakt 28″ haben. In der Mitte wird nun ein 880 Gramm schweres Gewicht angebracht, das den Schaft noch unten biegt. Die Strecke der Durchbiegung wird gemessen und sodann in 1/1000 Zoll ausgegeben. Das Ergebnis ist der Spinewert.

Ram Products Spine Tester

Pfeile-Spine-Tester von Ram Products

ZUSAMMENFASSUNG

Wer bei Wettbewerben Langbogen schießt, wählt

  • Holzpfeile aus Fichten- oder Zedernholz
  • mit großem Durchmesser
  • und schönen langen Naturfedern (4 oder 5)

Wer Outdoor „Target“ bis auf 70 m schießt, wählt

  • einen Karbon- oder Aluminium/Karbon-Pfeil
  • einen Pfeil mit geringem Durchmesser (ID: .157″ oder weniger), kurzem (ab 1 3/4″) und niedrigem Federn- bzw. Vaneprofil (Low Profile)

Wer Outdoor 3D schießt, wählt

  • einen Karbonpfeil
  • mit mittlerem Durchmesser (ID: ab .196″ und mehr)
  • und Naturfedern oder Vanes zwischen 3 und 4 Zoll Länge

Wer Indoor „Target“ auf 18 m schießt, wählt

  • entweder seine Outdoor-Pfeile oder
  • Karbon-, Aluminium- bzw. A/C-Pfeile
  • mit großem Außendurchmesser bis zu .360″ (Line Cutter!)
  • und 4 – 5 Zoll langen Naturfedern

Wer erfahren möchte, wie man Pfeil und Bogen korrekt aufeinander abstimmt


Shopping:
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Welche Standhöhe für welchen Bogen?

ELEVEN Targets mit ISO-Zertifizierung

Hersteller freut sich über zwei ISO-Zertifikate!

Qualität und Umweltorientierung

Wir möchten das höchst erwähnenswerte „Announcement“ unseres Handelspartners ELEVEN Targets direkt weitergeben: Dort ist man seit kurzem nämlich ISO-zertifiziert. Der Hersteller hat sowohl das „ISO 9001“-Zertifikat für qualitätsorientierte Wertschöpfungsprozesse und das „ISO 14001“ für ein „umweltorientiertes Managementsystem, dessen Ziel es ist, den Schutz der Umwelt und die Vermeidung von Umweltbelastungen mit wirtschaftlichen, sozialen und gesetzlichen Anforderungen in Einklang zu bringen“, erhalten.

ELEVEN Targets ISO-9001, ISO-14001

O-Ton ELEVEN Targets

Bei ELEVEN Targets kommentiert man dies folgendermaßen: „Wir haben neue Qualitätssicherungssysteme in unsere Produktion integriert, um unseren Partnern weiterhin höchste Qualität bieten zu können. Unsere Geschäftsleitung betrachtet die Wiederverwendung eigener und fremder Industriereste, die Nutzung erneuerbarer Energien und die kompromisslose Einhaltung von Qualitätsstandards als den wichtigsten und natürlichsten Schritt, den wir gehen können.“

Wir freuen uns aufrichtig über die Auszeichnung, denn bei den Kollegen in Ungarn wird nicht nur fortschrittlich gedacht, sondern auch hochprofessionell und zuverlässig gearbeitet. Bravo liebe „ELEVENs“ und bitte macht nur so weiter!

Bear Take Down

Bear Take Down, der „König der Bögen“

 

Die Geschichte des Bear Take Down

Der legendäre Bear Take Down Jagdrecurve-Bogen, ist eine Erfindung von Firmengründer Fred Bear höchstpersönlich. Der Grund für seine Entwicklung bestand laut Bear darin, dass er auf seinen Reisen und auch im Vorfeld der Jagd die Hände frei haben und nicht ständig mit einem eher sperrigen One-Piece-Bogen herumhantieren wollte. Egal ob beim Check-in am Flughafen oder beim Pirschgang durch das Unterholz, Bear war auf der Suche nach einer Konstruktion, die in jedem Rucksack Platz finden und mit wenigen Handgriffen zusammengesetzt bzw. demontiert werden konnte.

Steckmechanismus mit Köpfchen

Er begann daher an einem Mechanismus zum Abnehmen der Wurfarme zu tüfteln, den er patentieren ließ und der bis zum heutigen Tag unverändert im Einsatz ist. Die Einfachheit dieser Steck- und Arretiervorichtung ist einzigartig ebenso wie ihre Stabilität.

Schön und gut

Kaum ein anderer Bogen reicht an die Eleganz des Bear Take Down und seine hervorragenden Wurfqualitäten heran. Das Konzept ist so brillant, dass es seit dem Jahr 1969, als der Bogen auf den Markt kam, nicht mehr verändert wurde. Der Bear Take Down atmet somit auch den Flair der ausgehenden 60er-Jahre.

Das mag im ersten Moment nostalgisch klingen, ist es aber nicht. Denn sobald ein Pfeil das Bogenfenster verlassen hat, begreift man augenblicklich, wo der Hammer hängt und warum der Take Down seit so vielen Jahren immer gleich gebaut wird: Nicht aus „retroromantischen“ Gründen, sondern weil er einfach so gut schießt! Unglaublich weich, sehr, sehr schnell sowie erstaunlich kraftvoll und präzise. Der Bogen vermittelt dem Schützen ein Gefühl von Souveränität und besitzt jede Menge Kraft von unten – „Hubraum“, wie man bei einem Auto oder Motorrad sagen würde.

Take Down mit hoher Kompatibilität

Die unterschiedlichen Dimensionen des Griffstücks (A-Riser, B-Riser) und der Wurfarme (#1, #2, #3) ergeben eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten, sodass, ganz nach individuellem Geschmack, Bogenlängen von 56″ bis 64″ erreicht werden können.

Aufgrund der unveränderten Geometrie und des genialen Steckmechanismus können neue Wurfarme problemlos mit alten Mittelstücken kombiniert werden und umgekehrt.

Schussverhalten

Für einen Holzbogen ist der Bear Take Down relativ schwer, was ihm eine überdurchschnittlich hohe Stabilität verleiht. Beim Auszug verhält sich der Bogen extrem homogen und zeigt selbst in der kürzesten Dimension (56″) keine noch so kleine Form von Stacking. Das Wurfverhalten ist überaus weich, Hand- oder Schulterschock wird man vergeblich suchen. Durch die spezielle Griffform liegt die Bogenhand im Vollauszug unmittelbar unterhalb des Shelfs und damit ganz nahe am Pfeil, ein Effekt, der die beste Voraussetzung für ein gutes Trefferbild bietet.

Bear Take Down schussbereit

Fazit

Der Bear Take Down ist ein wunderschöner, fast möchte man sagen, charismatischer Bogen, egal aus welchem Winkel man ihn betrachtet. Seine Wurfeigenschaften sind fantastisch, seine Ergonomie ist annähernd perfekt. Sein Preis ist hoch, aber beileibe nicht überzogen. Wer sich einen Bear Take Down leistet, bekommt sehr viel für sein Geld geboten.


Fly over

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Boeker Plus Outdoorsman

Liebe Bogensportbegeisterte,

ein Messer ist für den leidenschaftlichen Bogenschützen ein ebenso wichtiges Utensil wie die Feder für den Autor oder Old Shatterhand für Winnetou. In diesem Punkt wird niemand widersprechen, denn …

Wer durchtrennt das scharfe Sehnengarn, wenn vor Ort eine kleine Reparatur zu machen ist?

Wer zerkleinert Jausenwurst und -brot in mundgerechte Stücke, wenn an der Labestelle der Hunger unerträglich wird?

Wer hebelt den teuren Pfeil aus dem Baum, wenn wir ihn zentimetertief ins Holz geballert haben?

Ganz recht, das gute alte Taschenmesser bzw. auch das feststehende tut’s, egal wie verzwickt die aktuelle Bastelanforderungen auch sein mag.

Messer zum Bogenschießen

Böker Magnum Survivor

Aus diesem Grund haben wir bei Archers Delight uns dazu entschlossen, ausgewählte Messer für Bogenschütz*innen ins Programm aufzunehmen. Als solche müssen sie stabil sein und pflegeleicht. Darüber hinaus müssen sie gut schneiden und einfach zu schleifen zu sein. Wenn sie dann auch noch schick sind und viel Qualität für ihren Preis bieten, dann kommen sie in unseren Shop, wo ihr sie bequem bestellen könnt.

Wir freuen uns, euch ab sofort Qualitätsklingen der Solinger Traditionsschmiede Böker sowie von deren Handels- und Lizenzpartnern anbieten zu dürfen. Schaut hin und wieder im Shop vorbei. Ihr werdet sicher fündig!

Bear Jagdbogen One Piece Grizzly

Den richtigen Bogen kaufen – Leitfaden für Einsteiger.

Zu Beginn deiner „Bogensportkarriere“ hast du einige Optionen bei der Auswahl deiner Bogenklasse beziehungsweise beim Bogen Kaufen. Da die Entscheidung für eine oder auch mehrere Disziplinen immer höchst individuell ist und letztendlich dem persönlichem Geschmack unterliegt, versteht sich die folgende Auflistung nicht als Ratgeber, sondern vielmehr als Leitfaden, der angehenden Schützinnen und Schützen ein bisschen Orientierung bieten will.

Instinktivbogen – der Traditionelle

„Instinktiv“ oder – neuerdings – „Traditionell“ bezieht sich hier lediglich auf die Schießtechnik (nicht unbedingt auf die Bauweise des Bogens): Instinktivschützen halten den Bogen in Richtung Ziel, konzentrieren sich auf den Mittelpunkt der Scheibe bzw. – im 3D-Bereich – auf das sogenannte „Kill“ und lassen den Pfeil ihrem Instinkt folgend fliegen. Es gibt streng genommen keine weitere Zieltechnik. Manche Schützen halten je nach Distanz bewusst etwas höher oder tiefer auf das Ziel an, was auch als Gap-Shooting bezeichnet wird. Als Instinktivbögen kommen zumeist kürzere (58“ bis etwa 62“) One-Piece-Recurve- bzw. Jagdrecurve-Bögen (einteilig)
Take-Down-Recurve- (mit abnehmbaren Wurfarmen) und Langbögen zum Einsatz, die in der Regel aus hochwertigen Hölzern gefertigt sind. Sie verfügen über keinen Button, sondern werden entweder direkt über den „Shelf“ oder über eine Pfeilauflage geschossen.

Bear Archery Grizzly

Blankbogen – der Untergriffige

Das Blankbogen-Schießen ist eine immer beliebter werdende Bogensportdisziplin, bei der häufig „nackte“ Olympic-Recurve-Bögen (Mittelstücke aus Aluminium, Wurfarme aus Fieberglas, Karbon-Holz-Laminat oder „Vollkarbon“) ohne Visier, Stabilisatoren und Auszugshilfe (Klicker) verwendet werden. Der nicht gespannte Bogen mit allem erlaubten Zubehör muss durch einen Ring oder ein Loch von 12.2 cm Innendurchmesser +/-0,5 mm passen. Gezielt wird immer über die Pfeilspitze, die verschiedenen Distanzen werden durch das Wandern an der Sehne („String Walking“) ausgeglichen.

„Olympic Recurve“-Bogen – der Olympische

Ist, wie der Name sagt, die einzige Bogenklasse, die derzeit zu den Olympischen Spielen zugelassen ist. Der Recurve-Bogen wird mit Zusätzen wie Visier, Stabilisatoren, Button, Pfeilauflage und Klicker geschossen. Zum Ziel hin gebogenen Wurfarme speichern mehr Energie und steigern damit die Wurfleistung.

Olympic Recurve Bogen

Compound-Bogen – der Technische

Ein Compound-Bogen und Pfeile mit Explosivspitzen in den Händen von Sylvester Stallone ergaben die Mixtur, die diese Bogenklasse in Europa schlagartig bekannt gemacht hat. Das behaupten wir zumindest so lange, bis jemand kommt, der es besser weiß. ;)
PSE Compound Bogen Perform-X orange
Der Compound-Bogen ist ohne Zweifel die „technischste“ Bogenklasse. Er muss von Experten zusammengesetzt, voreingestellt und gewartet werden (D-Loop, Peep-Sight, Scope, Zuggewicht, Let off, Erneuerung der Kabel etc.) und erzielt enorme Pfeilgeschwindigkeiten und Präzision. Ein Compound-Bogen wird nicht mit den Fingern, sondern mit einem sogenannten Release ausgezogen und geschossen.


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