Bogenlänge Messpfeil Skala

Welche Bogenlänge für dich die richtige ist

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Der Auszug bestimmt die Länge des Bogens

Die Faustregel zur Ermittlung der korrekten Bogenlänge ist im Grunde trivial: Wer groß ist und weit ausziehen kann, sollte einen großen bzw. langen Bogen wählen und wer eher klein ist und über einen kurzen Auszug verfügt, folgerichtig einen kleinen oder kurzen Bogen. Nur so ist gewährleistet, dass Schütz*innen den optimalen Wirkungsbereich ihres Sportgeräts auch nutzen können. Wie die unterschiedlichen Größenordnungen konkret aussehen, davon handelt dieser Beitrag.

Bogenlänge = Mittelstück plus Wurfarme

Die Bogenlänge ergibt sich aus der Länge des Mittelstücks plus der Länge der Wurfarme. Mittelstücke werden überwiegend mit einer Länge von 25“ gebaut. Manche Hersteller (z.B. Gillo oder auch Hoyt) produzieren auch Mittelstücke in 19″, 23“ und 27“, um sämtliche Bedürfnisse in Bezug auf die passende Bogenlänge abzudecken.

Wurfarmgrößen: Short, Medium, Long

Wurfarme werden grundsätzlich in den Längen „Short“, „Medium“ und „Long“ hergestellt. Daraus ergeben sich folgende Bogenlängen:

  • 25er-Mittelstück + „Short“-Wurfarme = 66“-Bogen
  • 25er-Mittelstück + „Medium“-Wurfarme = 68“-Bogen
  • 25er-Mittelstück + „Long“-Wurfarme = 70“-Bogen
  • Weitere Beispiele:
    • 23er-Mittelstück + „Short“-Wurfarme = 64“-Bogen
    • 27er-Mittelstück + „Long“-Wurfarme = 72“-Bogen
Bogenlänge ist gleich Mittelstück plus Wurfarme

Sébastien Flute – Mittelstück und Wurfarme der Modellreihe EVO | Länge: 68″

Welche Bogenlänge zu deinem Auszug passt

Grundsätzlich gelten folgende Auszug- und Längenrelationen, die je nach Schießtechnik und Körperbau (leicht) variieren können:

  • Auszug 25“+: Bogenlänge 66“
  • Auszug 27“+: Bogenlänge 68“
  • Auszug 29“+: Bogenlänge 70“
  • „Unter- oder Übergrößen“
    • Auszug <25“: 64“ Bogenlänge
    • Auszug >31“: 72“ Bogenlänge

Wie stelle ich meine Auszugslänge fest?

Deinen Auszug ermittelst du am besten mit der Messpfeilmethode: Sie entspricht zum einen dem A.T.A.-Standard (Archery Trade Association) und ist zum anderen das präziseste Verfahren, um die Auszuglänge zu bestimmen. Man benötigt einen geeigneten Bogen sowie einen Pfeil, der lang genug ist, oder einen sogenannten Messpfeil mit aufgedruckter Skala.

Der Bogen soll nicht zu stark sein (etwa 20 bis 30#), damit der Schütze leicht die korrekte Haltung einnehmen und man so den tatsächlichen Vollauszug bestimmen kann. Die Bogenklasse ist dabei irrelevant.

Um den Auszug zu messen, wird der Messpfeil in die Sehne eingenockt und der Bogen vom Schützen bis zum Ankerpunkt ausgezogen. Dabei muss auf die korrekte Form geachtet werden.

Gemessen wird am Pivot-Punkt

Sobald die Haltung stimmt, kann der Längen-Messwert am Pivot-Punkt des Bogens (tiefster Punkt im Griff!) abgelesen werden. Zu diesem Wert addiert man dann noch 1 ¾ Zoll hinzu. Daraus ergibt sich die Auszugslänge nach dem A.T.A.-Standard. Wenn kein Messpfeil zur Verfügung steht, markiert man einfach den Pfeil an der Stelle, wo sich der Pivot-Point befindet, misst anschließend die Distanz von Nockboden zur Markierung und addiert hier 1 ¾ Zoll hinzu.

Bei traditionellen Bögen wird eine nach A.T.A.-Standard gemessene Auszugslänge und eine Messung bis zur Vorderkante annähernd identisch sein. Insofern kann man bei der Bestimmung der Auszugslänge der Einfachheit halber auch auf diesen Wert zurückgreifen. Bei Recurve- oder Metallmittelstücken sieht die Sache anders aus. Würde man hier an der Vorderkante messen, könnten die vielen unterschiedlichen Griffstückgeometrien die individuelle Auszugslänge beeinflussen, was freilich nicht sein darf. Aus diesem Grund hat die A.T.A. aus allen auf dem Markt befindlichen Mittelstücken den Durchschnittswert von 1 ¾ Zoll errechnet, der wie gesagt zur Länge des Pivot-Punkts addiert wird.

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